Finanzielle Unterstützung der GöSF

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Göttinger Sport und Freizeit GmbH in schwierigen Zeiten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In der Sitzung des Finanzausschusses am 1. September 2025 wurde über den Jahresabschluss und damit über die wirtschaftliche Lage der Göttinger Sport und Freizeit GmbH beraten. Die vorgelegten Zahlen machen deutlich, dass die Gesellschaft vor gravierenden finanziellen Herausforderungen steht. Das Haushaltsbündnis aus CDU, SPD und FDP fordert die Verwaltung deshalb nachdrücklich dazu auf, umgehend ein tragfähiges Konzept zur Rettung der GöSF vorzulegen.

„Die GöSF leistet mit ihrem breiten Angebot in den Bereichen Sport, Freizeit und Bäderwesen einen unverzichtbaren Beitrag für die Stadtgesellschaft. Umso mehr sehen wir die akute Gefahr, dass die Fortführung in der bisherigen Form ohne ein strukturelles Gegensteuern nicht mehr gesichert ist“, erklären die Fraktionsvorsitzenden des Haushaltsbündnisses.

Die Vorlage der Verwaltung zeigt ein alarmierendes Bild: Für das Wirtschaftsjahr 2024 wird ein Fehlbetrag von rund einer Million Euro ausgewiesen. Schon im Vorjahr konnte lediglich durch eine einmalige Steuererstattung in Millionenhöhe ein positives Ergebnis erzielt werden – ohne diesen Sondereffekt wäre bereits 2023 ein deutliches Defizit entstanden. Zugleich reichen die Beteiligungserträge aus der EAM nicht mehr aus, um die anhaltenden Verluste auszugleichen. Die laufende Finanzierung erfolgt aktuell über einen Kontokorrentkredit, der durch eine Patronatserklärung der Stadt abgesichert ist. Diese Absicherung ist jedoch bis Ende 2025 befristet, sodass die Gefahr besteht, dass sich eine eigentlich nur vorübergehende Lösung zu einer dauerhaften und wachsenden Belastung entwickelt.

„Göttingen steht auf allen Ebenen vor großen finanziellen Herausforderungen: Die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF) macht hier keine Ausnahme. Gestiegene Personal- und Energiekosten, notwendige Investitionen in die bestehenden Sportstätten und Bäder sowie hohe Zahlungen für Zins- und Tilgung sorgen für eine massive Unterfinanzierung der GöSF. Die Fraktionen von CDU, SPD und FDP unterstützen eine nachhaltige finanzielle Absicherung der GöSF. Ziel ist es, Sportförderung, Bäder- und Halleninfrastruktur sowie das breite Gemeinschaftsangebot in Göttingen dauerhaft sicherzustellen und Planungssicherheit für die GöSF zu schaffen,“ erklärt Olaf Feuerstein, Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat.

„Sport ist der soziale Kitt unserer Stadt und ein unverzichtbarer Baustein für Gesundheit, Integration und Gemeinschaft. Eine verlässliche Förderung der GöSF ist daher nicht nur eine finanzielle Frage, sondern eine investive Maßnahme in den gesellschaftlichen Zusammenhalt Göttingens. Wir unterstützen einen kontinuierlichen Zuschuss, um Bäder, Hallen und Sporteinrichtungen dauerhaft zu sichern,“ erläutert Insa Wiethaup die Fraktionsvorsitzende der SPD. Wiethaup weiter: „Die vielen Investitionen der vergangenen Jahre waren notwendig, um Sportstätten, Bäder und Freizeitflächen zukunftsfähig zu machen.“

Der Vorsitzende der FDP-Ratsfraktion Thorben Siepmann äußert sich wie folgt: „Eine starke, faire Infrastruktur für Sport, Bäder und Freizeit ist wirtschaftlicher und sozialer Mehrwert. Die GöSF muss nachhaltig finanziert werden, damit Vereine, Familien und Jugendliche von stabilen Angeboten profitieren. Eine zusätzliche Förderung ist Bestandteil einer verantwortungsvollen und soliden Haushalts- und Investitionspolitik.“

Von der GöSF erwartet das Haushaltsbündnis eine transparente, regelmäßige Berichterstattung zur Verwendung der Mittel. Auch sind Prüfungsergebnisse weiterer Fördermöglichkeiten (z. B. Zuschüsse aus Förderprogrammen auf Landes- oder Bundesebene) zur Ergänzung des GöSF-Budgets regelmäßig vorzulegen. „Es braucht eine schonungslose Analyse der Strukturen, eine Priorisierung der Investitionen und eine belastbare Strategie für die mittelfristige Finanzierung. Nur so können wir die Liquidität sichern und die GöSF als zentralen Bestandteil der Daseinsvorsorge erhalten“, so das Bündnis.

Das Haushaltsbündnis macht zugleich deutlich, dass weitere Belastungen für den städtischen Haushalt nur dann vertretbar sind, wenn eine klare Perspektive für eine nachhaltige Stabilisierung der Gesellschaft vorliegt.

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