Programm für gesunde Umwelt

 

Nicht erst seit „Fridays For Future“ stehen die Themen Umweltschutz, Energiepolitik und CO2-Reduzierung im Mittelpunkt von Gesellschaft und Wirtschaft.  Natürlich können wir in Göttingen diese großen Probleme nicht alleine lösen, aber wir können und müssen unseren Beitrag dazu leisten. Wir glauben, dass wir inzwischen auf einem guten Weg sind. Dieser muss nur noch konsequenter, mit intelligenten Lösungen weiter beschritten werden.

 

Im Jahre 2019 ging der Ausstoß von Treibhausgasen in Deutschland gegenüber dem Vorjahr um mehr als 54 Millionen Tonnen zurück. Dieser Erfolg ist vor allem dem Energiebereich zu verdanken, denn dort kommt immer mehr Bruttostrom aus Wind, Sonne, Wasserkraft oder Biomasse. Neben den vom Bund gesteuerten Programmen müssen wir auch in Göttingen in den nächsten Jahren den Klima-, Umwelt- und Naturschutz auf kommunaler Ebene vorantreiben:

 

  • Für städtische Liegenschaften müssen nachhaltige Energie-Einsparkonzepte erstellt und verwirklicht oder bestehende Konzepte überarbeitet werden.
  • Wenn sich im Besitz der Stadt oder ihrer Tochtergesellschaften befindende Gebäude saniert werden, muss eine Nachrüstung mit Photovoltaik und Fassadenbegrünung und eine bessere Energieeffizienz mitgeplant werden. Hohe Hürden in diesen Fragen darf es nicht nur für private Investoren geben, sondern auch für die Stadt selbst.
  • Wohnungsbauförderung in Göttingen muss sich in Zukunft nicht nur von sozialen Aspekten und bezahlbaren Mieten leiten lassen, sondern auch von dem Einsat-z förderungsfähiger ökologischer Bauweisen und energiesparender Maßnahmen. Die Stadtverwaltung muss Bauherrinnen und Bauherren bei der Beantragung von Fördermitteln tatkräftig zur Seite stehen.
  • Der Einsatz von Clean-Tech Produkten beim Heizen oder der Warmwasserversorgung in Privathäusern soll gefördert werden. Im Baugenehmigungsverfahren sind die Antragsteller auf diesbezügliche Förderprogramme von Bund und Land hinzuweisen.
  • Die gewerbliche und industrielle Flächennutzung ist vollständig zu überdenken. Ja, wir brauchen Flächen für Ausgründungen und Gewerbeansiedlungen. Diese müssen aber nachhaltig entwickelt werden - kein Flächenfraß durch Logistiker und Verdichtung vor Neuausweisung.
  • Eine großflächige Zerstörung von Umwelt und Natur darf es nicht geben. Insbesondere das Landschaftsschutzgebiet Leinetal muss erhalten bleiben. Sparsamer und effizienter Flächenverbrauch, so wie der Rückbau betonierter und asphaltierter Flächen in Göttingen ist das Gebot der Stunde.
  • Es gilt in Zukunft weniger Müll und mehr Umweltschutz, weniger Energieverbrauch und mehr Effizienz sowie weniger CO2 und mehr Klimaschutz!